Was ist Drainage? Haus, Garten, Kosten -Tipps zum Verlegen

Eine Drainage ist ein zentrales Element zur Ableitung von überschüssigem Wasser rund um Haus und Garten.

Sie besteht aus einem System von Rohren, das im Boden rund um ein Gebäude verlegt wird, um Wasser gezielt abzuleiten. Dadurch wird verhindert, dass sich Wasser dauerhaft um das Gebäude ansammelt oder stehendes Wasser zur Belastung wird.

Eine gut geplante Dränage sorgt dafür, dass das Grundstück funktional bleibt, das Haus geschützt ist und die Nutzung der Außenbereiche langfristig komfortabel möglich bleibt.

Im Hausbau werden üblicherweise Ringdrainagen eingesetzt, die das Gebäude vollständig umschließen. Sie sind in der DIN 4095 geregelt, die Anforderungen an Planung, Verlegung und Dimensionierung festlegt. Durch Ringdrainagen kann Wasser effizient abgeleitet werden, wodurch das Fundament geschützt und mögliche Schäden minimiert werden.

Drainage: Ursachen und Planung

Suchen Sie eine Drainage, weil Ihr Keller feucht ist?

Viele Hausbesitzer im Neckar-Odenwald-Kreis glauben, dass ein Entwässerungsrohr allein das Problem löst. Doch das ist ein weit verbreiteter Irrtum.

Der Experten-Check: Braucht jedes Haus eine Drainage?

Die goldene Regel: Abdichtung vor Entwässerung.

Ein wichtiger Punkt, den der Experte Herr Widmann betont: Eine Drainage ersetzt niemals eine fachgerechte Abdichtung. Sie ist lediglich eine Ergänzung.

Die eigentliche Barriere gegen das Wasser ist die Abdichtungsschicht – zum Beispiel eine druckwasserdichte „Schwarze Wanne“ oder eine hochwertige KMB-Beschichtung (kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung).

Nur wenn diese Barriere intakt ist, kann eine Drainage als zusätzliche Entlastung sinnvoll arbeiten, um den Wasserdruck auf die Hauswand zu reduzieren.

Bevor Sie mit der Planung beginnen, sollten Sie prüfen, ob Ihr Haus nicht bereits über eine Abdichtung nach DIN 18533 verfügt. Bei moderneren Gebäuden ab ca. 1975 mit durchgehender Bodenplatte sind Drainagen oft überflüssig, da zeitgemäße Abdichtungen druckwasserdicht sind und das Eindringen von Wasser effektiv verhindern.

Besonderheit bei älteren Häusern & Altbauten

Bei Gebäuden, die vor 1975 erbaut wurden, fehlt oft eine durchgehende Bodenplatte. Hier drückt die Feuchtigkeit nicht nur von der Seite, sondern steigt oft kapillar im Mauerwerk nach oben (aufsteigende Feuchtigkeit).

Eine Drainage allein kann dieses Problem nicht lösen – sie entlastet nur den seitlichen Wasserdruck, behebt aber keine Schwachstellen in der Abdichtung.

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  • Ob Sie wirklich eine Drainage brauchen
  • Oder ob eine gezielte Mauertrockenlegung (z. B. nachträgliche Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit, Innenabdichtung oder Außenabdichtung nach DIN 18533) die sicherere, nachhaltigere und oft günstigere Lösung ist.

Gerade bei den typischen Sandstein- oder Bruchsteinfundamenten im Odenwald ist eine individuelle Ursachenanalyse entscheidend – bevor man den Garten aufreißt und teure Maßnahmen umsetzt, die am Ende nicht helfen.

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Benötigte Materialien für die Verlegung von Drainagen

Um eine Drainage effektiv zu verlegen, benötigen Sie die folgenden Materialien:

  • Perforierte Drainagerohre: Perforierte Drainagerohre lassen das Wasser eindringen und verhindern gleichzeitig, dass Erde und Schutt das System verstopfen.
  • Kies oder Schotter: Kies oder Schotter werden verwendet, um das perforierte Drainagerohr zu umgeben, so dass eine stabile Basis entsteht und das Wasser frei fließen kann.
  • Geotextiles Gewebe: Das geotextile Gewebe wird um den Kies gelegt, um zu verhindern, dass Erde in das System eindringt und die Rohre verstopft.
  • PVC-Rohre und Fittings: PVC-Rohre und -Formteile werden üblicherweise für Oberflächenabflüsse und Rinnen verwendet. Sie sind langlebig, leicht und korrosionsbeständig.
  • Drainagekästen aus Beton oder Kunststoff: Entwässerungskästen werden verwendet, um das Wasser aus der Oberflächenentwässerung zu sammeln und zu geeigneten Abflüssen zu leiten.
  • Werkzeuge: Je nach Komplexität Ihres Entwässerungssystems benötigen Sie eine Reihe von Werkzeugen wie Schaufeln, Wasserwaagen, Grabenfräsen und Rohrschneider.

Wichtig hier zu wissen: Es müssen starre Drainagerohre verwendet werden. Keine gelben oder kokosummantelten Rohre, da diese nicht starr genug sind und somit nicht im Gefälle verlegt werden können.

Drainage am Haus – Kosten

Die Kosten für die Installation einer Drainage um ein Haus können stark variieren, abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Größe des Grundstücks, der Bodenbeschaffenheit und den spezifischen Anforderungen des Projekts. Hier sind die wichtigsten Informationen zu den Kosten für Drainagen basierend auf den bereitgestellten Suchergebnissen:

Durchschnittliche Kosten

  1. Gesamtkosten: Die Kosten für das Verlegen einer Drainage um ein Einfamilienhaus, 10x10m, liegen im Durchschnitt zwischen 7.000 € und 20.000 €. Dies hängt stark von der Komplexität des Projekts und der Region ab. Ebenso wie viel Erdarbeiten erforderlich sind.
  2. Materialkosten:
    • Drainagerohre: Kosten liegen zwischen 120 und 150.-€ für 50 Meter.
    • Kies oder Splitt und Schotter: Pro Tonne kosten diese Materialien etwa 50 bis 100 €.
    • Drainagevlies: Kostet etwa 40 € bis 50 € pro 50 Meter.
  3. Arbeitskosten:
    • Die Kosten für Handwerker betragen ab etwa 60 € pro Stunde. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus sind ca. 40 Arbeitsstunden erforderlich, was zu Arbeitskosten von etwa ca. 2400 € führen kann.
    • Bei zusätzlichen Arbeiten, wie dem Einbau eines Sickerschachts, können die Kosten um weitere 1.000 € bis 2.500 € steigen.
  4. Maschinenkosten:
    • Der Einsatz eines Minibaggers kann mit ca. 150 € pro Tag veranschlagt werden.
    • Ein Baggerfahrer schlägt mit weiteren 80€ pro Stunde zu Buche.
    • Ein Verdichtungsgerät kostet etwa 80 € pro Tag.

Faktoren, die die Kosten beeinflussen

  • Bodenbeschaffenheit: Harte Böden erfordern mehr Aufwand beim Aushub, was die Kosten erhöht.
  • Zugänglichkeit des Grundstücks: Wenn der Zugang zum Arbeitsbereich schwierig ist, können zusätzliche Kosten anfallen.
  • Zusätzliche Arbeiten: Genehmigungen oder spezielle Anforderungen (z.B. Anschluss an das Kanalsystem) können ebenfalls die Gesamtkosten erhöhen.

Drainage verlegen: Anleitung

Nachdem Sie nun Ihren Bedarf an Drainage ermittelt, Ihr System geplant und die Materialien zusammengetragen haben, ist es an der Zeit, die Drainage zu verlegen. Beachten Sie diese Schritte:

1. Beurteilung und Planung:

  • Ermitteln Sie die Bereiche im Haus, in denen Wasseransammlungen oder Abflussprobleme vorhanden sind oder wahrscheinlich auftreten werden.
  • Bestimmen Sie das optimale Layout für das Abflusssystem und berücksichtigen Sie dabei Faktoren wie Gefälle, Wasserquelle und vorhandene Rohrleitungen.

2. Vorbereitung:

  • Räumen Sie den Bereich, in dem das Drainagesystem installiert werden soll, und entfernen Sie alle Hindernisse und Abfälle.
  • Markieren Sie den Weg für die Entwässerungsrohre und stellen Sie sicher, dass sie dem geplanten Layout folgen und ein Gefälle aufweisen, um den Wasserfluss zu erleichtern.

3. Aushub:

  • Heben Sie entlang des markierten Weges für die Drainagerohre Gräben aus. Achten Sie darauf, dass sie tief genug sind, um die Rohre aufzunehmen und eine ordnungsgemäße Entwässerung zu gewährleisten.
  • Legen Sie ein leichtes Gefälle in den Gräben an min 0,5%, um sicherzustellen, dass das Wasser vom Haus weg und in Richtung des gewünschten Abflusses fließt.

4. Installation der Drainagerohre:

  • Verlegen Sie ein geeignetes Vlies auf den Boden. Achten Sie darauf das es später komplett um die Schotterschicht herum gelegt werden kann.
  • Verlegen Sie den Schotter im erforderlichen Gefälle.
  • Legen Sie die Drainagerohre auf den Schotter und verbinden Sie sie mit geeigneten Fittings und Verbindern miteinander.
  • Stellen Sie sicher, dass die Rohre richtig ausgerichtet und sicher befestigt sind, um Bewegungen oder Verschiebungen zu verhindern.
  • Ziehen Sie die Verwendung von perforierten Rohren in Bereichen in Betracht, in denen die Infiltration von Grundwasser ein Problem darstellt, wie z.B. um Kellerwände herum.
  • Nachdem die Drainagerohre verlegt sind können Sie diese mit Schotter weiter verfüllen bis die Rohre nicht weiter sichtbar sind. Anschließend wird das Vlies herum geführt und fixiert.

5. Verschüttung:

  • Sobald die Drainagerohre verlegt sind, verfüllen Sie die Gräben mit Kies oder groben Zuschlagstoffen, um sie zu stützen und die Drainage zu fixieren.
  • Verdichten Sie das verfüllte Material leicht, damit es sich nicht mit der Zeit absetzt.

6. Test und Inspektion:

  • Testen Sie das Drainagesystem, indem Sie Wasser durchlaufen lassen, um sicherzustellen, dass es ordnungsgemäß fließt und funktioniert.
  • Untersuchen Sie das gesamte System auf Verstopfungen oder andere Probleme, die behoben werden müssen.

7. Abschließende Arbeiten:

  • Decken Sie die Drainagerohre mit zusätzlichem Aufschüttungsmaterial wie Erde oder Mulch ab, um sie zu verbergen und das Erscheinungsbild des Bereichs wiederherzustellen.
  • Bringen Sie Gitter oder Abdeckungen über allen Zugängen zum Entwässerungssystem an, um die Ansammlung von Ablagerungen zu verhindern und den Zugang für Wartungsarbeiten zu ermöglichen.

8. Regelmäßige Wartung:

  • Untersuchen und reinigen Sie das Entwässerungssystem regelmäßig, um Ablagerungen und Sedimente zu entfernen, die den Wasserfluss behindern könnten.
  • Kümmern Sie sich umgehend um alle Probleme oder Schäden, um weitere Komplikationen zu vermeiden und die dauerhafte Wirksamkeit des Abwassersystems zu gewährleisten.

Das richtige Gefälle für eine effektive Drainage

Das Gefälle in einem Drainagesystem bezieht sich auf die Neigung oder den Abhang, entlang dem das Wasser abfließt. Ein angemessenes Gefälle ist entscheidend, um sicherzustellen, dass das Wasser effektiv abgeleitet wird und keine Ansammlungen oder Stagnation entstehen.

Hier sind einige allgemeine Empfehlungen für das Gefälle in verschiedenen Teilen eines Drainagesystems:

Perimeterdrainage um das Haus herum:

  • Das Gefälle sollte etwa 1% bis 2% betragen, was bedeutet, dass sich der Boden um 1 bis 2 Zentimeter pro Meter Länge absenkt. Dies ermöglicht einen konstanten Abfluss des Wassers weg vom Haus und hilft, das Fundament trocken zu halten.

Entwässerungskanäle und -rohre:

  • Das Gefälle in Entwässerungsrinnen und -rohren sollte zwischen 0,5% und 1% liegen, um ein gleichmäßiges Abfließen des Wassers zu gewährleisten. Dies ist besonders wichtig für Oberflächenentwässerungssysteme wie Dachrinnen und Straßenabläufe.

Innenentwässerung im Keller:

  • Das Gefälle der Bodenoberfläche im Keller oder um Sumpfpumpen herum sollte in Richtung der Entwässerungspunkte, wie z.B. Abflusslöcher oder Sumpfpumpengruben, geneigt sein. Dies ermöglicht es, eindringendes Wasser effektiv zu sammeln und abzuleiten.

Wartung und Fehlersuche für Ihr Abflusssystem

Nachdem Sie die Drainage verlegt haben, ist es wichtig, das System regelmäßig zu warten und auf Fehler zu untersuchen, um seine dauerhafte Wirksamkeit zu gewährleisten. Hier einige Tipps zur Wartung:

  • Reinigen Sie die Abflüsse: Entfernen Sie regelmäßig Ablagerungen und Blätter aus den Abflüssen, um Verstopfungen zu vermeiden. Verwenden Sie einen Gartenschlauch oder eine Abflussschlange, um Verstopfungen zu beseitigen.
  • Untersuchen Sie die Rohre: Untersuchen Sie die Rohre regelmäßig auf Anzeichen von Schäden, wie Risse oder Lecks. Reparieren oder ersetzen Sie beschädigte Abschnitte nach Bedarf.
  • Überwachen Sie den Wasserfluss: Beobachten Sie den Wasserfluss bei starken Regenfällen, um sicherzustellen, dass das System das Wasser effektiv ableitet. Nehmen Sie bei Bedarf Anpassungen vor.

Bei Problemen oder schlechter Leistung beheben Sie das System, indem Sie die möglichen Ursachen ermitteln und entsprechende Abhilfemaßnahmen ergreifen.

Beauftragen Sie einen Fachmann mit der Installation einer Drainage.
Auch wenn das Verlegen von Drainagen ein Heimwerkerprojekt sein kann, kann es bei komplexen Installationen oder bei umfangreichen Drainageproblemen von Vorteil sein, einen Fachmann zu beauftragen.

Drainage im Garten – Installation leicht gemacht

Die Installation einer Drainage im Garten ähnelt der Haus-Drainage, unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten:

  1. Beurteilung des Gartens
    • Identifizieren Sie feuchte Stellen, Mulden und Bereiche mit schlechter Pflanzengesundheit.
    • Überprüfen Sie Bodenart und Geländeneigung.
  2. Entwurf des Drainagesystems
    • Legen Sie den Verlauf der Gräben fest, achten Sie auf bestehende Strukturen.
    • Bestimmen Sie, ob Mulden, Rinnen oder Sickerschächte nötig sind, um den Wasserfluss abzuleiten.
  3. Gräben ausheben und Rohre verlegen
    • Tiefe und Breite richten sich nach dem Rohrdurchmesser und der gewünschten Kapazität.
    • Perforierte Rohre auf Kiesbett legen, Perforationen nach unten.
    • Vlies um das Rohr legen, um Verstopfungen durch Erde zu verhindern.
  4. Abdeckung und Test
    • Gräben mit Kies auffüllen, Erde aufschütten und den Boden verdichten.
    • Wasserfluss testen und bei Bedarf Anpassungen vornehmen.

Hinweis: Die grundsätzlichen Schritte (Aushub, Rohrverlegung, Vlies, Test) entsprechen der Haus-Drainage. Der Fokus im Garten liegt auf der Anpassung an das Gelände, die Pflanzenflächen und die Oberflächenentwässerung.