Eine Kellerabdichtung von innen kann eine sinnvolle Lösung sein, wenn eine Abdichtung der Kelleraußenwände nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist. Entscheidend ist dabei nicht die Wahl eines möglichst „starken“ Abdichtungsprodukts, sondern zunächst die richtige Diagnose der Feuchteursache und ein darauf abgestimmtes Sanierungskonzept.
Dieser Ratgeber erklärt, wann eine Innenabdichtung infrage kommt, welche Verfahren eingesetzt werden können, welche Materialien geeignet sind und worauf bei Planung und Ausführung zu achten ist.

Auf einen Blick
- Zuerst muss die Ursache der Feuchtigkeit festgestellt werden.
- Eine Innenabdichtung ist besonders interessant, wenn die Kelleraußenwand nicht oder nur mit großem Aufwand freigelegt werden kann.
- Je nach Schadensbild kommen Horizontalsperren, Vertikalabdichtungen, Bodenflächenabdichtungen oder Kombinationen verschiedener Verfahren infrage.
- Eine sorgfältige Untergrundvorbereitung sowie die fachgerechte Ausführung von Anschlüssen und Details sind entscheidend.
- Bei komplexen oder stark durchfeuchteten Kellern sollte die Planung und Ausführung einem qualifizierten Fachbetrieb überlassen werden.
Warum eine Kellerabdichtung von innen sinnvoll sein kann
Eine Abdichtung von außen ist bei erdberührten Kellerwänden häufig der naheliegende Ansatz. Die Abdichtung wird dabei auf der Seite angebracht, auf der die Feuchtigkeit beziehungsweise das Wasser auf das Bauteil einwirkt. Bei bestehenden Gebäuden ist eine Außenabdichtung allerdings nicht immer ohne Weiteres möglich.
Problematisch kann beispielsweise sein, wenn die Kellerwand direkt an ein Nachbargebäude grenzt, das Grundstück nur schwer zugänglich ist oder sich über der Kellerwand eine Terrasse, ein Weg oder eine aufwendig gestaltete Außenanlage befindet. Auch dicht bebaute Reihenhäuser können die Freilegung der Kelleraußenwand erheblich erschweren.
In solchen Fällen kann eine Kellerabdichtung von innen eine technisch und wirtschaftlich interessante Alternative sein. Die Arbeiten können vom Kellerinneren aus durchgeführt werden, ohne das Erdreich entlang der gesamten Kellerwand ausheben zu müssen.
Die WTA sieht bei nachträglichen Bauwerksabdichtungen zunächst eine Untersuchung des vorhandenen Bauwerks und der jeweiligen Wasserbeanspruchung vor. Erst auf dieser Grundlage sollte entschieden werden, welche Abdichtungsmaßnahme geeignet ist. Zu den möglichen Maßnahmen gehören auch Innenabdichtungen und nachträgliche Horizontalsperren.
Wichtig ist deshalb: Eine Innenabdichtung sollte nicht allein aufgrund feuchter Flecken oder abplatzenden Putzes ausgewählt werden. Hinter einem sichtbaren Feuchteschaden können unterschiedliche Ursachen stecken.
Kellerabdichtung von innen: Feuchteursachen erkennen
Vor jeder Sanierung sollte geklärt werden, woher die Feuchtigkeit kommt und auf welchem Weg sie in den Keller gelangt. Nur dann lässt sich beurteilen, welche Maßnahmen tatsächlich erforderlich sind.
Typische Ursachen sind:
- Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit: Wasser gelangt aus dem Boden in das Mauerwerk und steigt dort kapillar auf.
- Seitlich eindringende Feuchtigkeit: Wasser dringt durch erdberührte Kellerwände in das Gebäude ein.
- Drückendes Wasser: Wasser übt von außen einen hydrostatischen Druck auf die Kellerbauteile aus.
- Feuchtigkeit über die Bodenfläche: Eine fehlende oder beschädigte Bodenabdichtung kann dazu führen, dass Feuchtigkeit aus dem Untergrund in den Keller gelangt.
- Kondensation: Warme und feuchte Raumluft kann an kalten Kellerwänden oder Böden kondensieren und dadurch Feuchteprobleme verursachen oder verstärken.
Auch Salzausblühungen, abplatzender Putz, Verfärbungen oder muffiger Geruch liefern wichtige Hinweise, reichen für eine eindeutige Diagnose allein aber nicht immer aus.
Zusätzlich sollte die geplante Nutzung des Kellers berücksichtigt werden. Ein unbeheizter Lagerraum stellt andere Anforderungen als ein Hobbyraum oder ein dauerhaft beheizter Aufenthaltsraum.
Die WTA empfiehlt bei nachträglichen Abdichtungen ebenfalls, die individuelle Bauwerkssituation und die vorhandene Wasserbeanspruchung zunächst genau zu untersuchen.
Welche Verfahren gibt es bei der Kellerabdichtung von innen?
Welches Verfahren geeignet ist, hängt von der Ursache der Feuchtigkeit, dem vorhandenen Mauerwerk, der Wasserbeanspruchung und der späteren Nutzung des Kellers ab. Häufig werden mehrere Maßnahmen miteinander kombiniert.
Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit
Bei kapillar aufsteigender Feuchtigkeit kann eine nachträgliche Horizontalsperre den Feuchtetransport im Mauerwerk unterbrechen.
Dafür kommen unter anderem Injektionsverfahren oder mechanische Verfahren infrage. Bei Injektionsverfahren werden geeignete Injektionsstoffe in das Mauerwerk eingebracht. Mechanische Verfahren schaffen eine physische Sperrschicht gegen den kapillaren Feuchtetransport.
Die WTA behandelt sowohl die nachträgliche mechanische Horizontalsperre als auch Injektionsverfahren mit geeigneten und geprüften Injektionsstoffen.
Eine Horizontalsperre ist allerdings kein Ersatz für eine Vertikalabdichtung, wenn Feuchtigkeit seitlich durch die Kellerwand eindringt.
Vertikalabdichtung der Kellerwände
Bei seitlich eindringender Feuchtigkeit kann eine Abdichtung der Kellerwand von innen erforderlich sein.
Je nach System kommen beispielsweise mineralische Dichtschlämmen, Dichtmörtel, geeignete Abdichtungsbahnen oder andere systemgebundene Abdichtungsstoffe zum Einsatz.
Welche Lösung geeignet ist, hängt unter anderem vom Untergrund und von der vorhandenen Wasserbeanspruchung ab.
Abdichtung der Bodenfläche
Kommt die Feuchtigkeit über den Kellerboden, muss auch die Bodenfläche in das Sanierungskonzept einbezogen werden.
Je nach vorhandener Konstruktion können hierfür unterschiedliche mineralische Abdichtungen, Beschichtungen oder mehrschichtige Bodenabdichtungssysteme infrage kommen.
Eine Bodenabdichtung sollte dabei nicht isoliert betrachtet werden. Anschlüsse zwischen Boden und Wand müssen ebenfalls fachgerecht ausgebildet werden.
Kombination verschiedener Verfahren
In der Praxis kann eine umfassende Sanierung mehrere Maßnahmen erfordern. Beispielsweise kann bei einem Keller mit aufsteigender und seitlich eindringender Feuchtigkeit sowohl eine Horizontalsperre als auch eine Wandabdichtung notwendig sein.
Die aktuelle DIN 18533 behandelt die Abdichtung erdberührter Bauteile und berücksichtigt unter anderem erdberührte Wand- und Bodenflächen sowie verschiedene Arten der Wasserbeanspruchung. Die Normenreihe wurde 2026 in geänderter Fassung veröffentlicht.
Für nachträgliche Abdichtungen im Bestand sind daneben die einschlägigen WTA-Merkblätter relevant.
Kellerabdichtung von innen: Vorteile und Nachteile
Eine Innenabdichtung bietet einige praktische Vorteile, hat aber auch Grenzen. Ob sie die richtige Lösung ist, sollte deshalb immer anhand des konkreten Bauwerks entschieden werden.
Vorteile
Kein großflächiger Erdaushub:
Bei einer Innenabdichtung müssen Außenanlagen, Wege oder angrenzende Bauteile nicht zwingend geöffnet werden.
Auch bei schwer zugänglichen Außenwänden möglich:
Wenn eine Kelleraußenwand aufgrund der Grundstückssituation nicht freigelegt werden kann, kann eine Innenabdichtung eine Alternative darstellen.
Geringerer Eingriff in die Außenanlage:
Aufwendig angelegte Terrassen, Zufahrten, Wege oder Gärten müssen bei einer reinen Innenabdichtung nicht zwingend aufgenommen werden.
Arbeiten vom Kellerinneren aus:
Die Sanierung kann bei geeigneten Voraussetzungen vollständig oder weitgehend von innen durchgeführt werden.
Nachteile und Grenzen
Die Ursache muss eindeutig bekannt sein:
Eine Abdichtung auf der Innenseite ist keine universelle Lösung für jedes Feuchteproblem.
Das Bauteil kann weiterhin feuchtebelastet sein:
Bei einer Innenabdichtung wird der Wassereintritt in den Innenraum verhindert. Die Feuchtigkeit auf der Außenseite der Konstruktion wird dadurch nicht automatisch beseitigt.
Anschlüsse und Details sind besonders wichtig:
Wand-Boden-Anschlüsse, Fugen, Durchdringungen und Risse müssen in das Abdichtungskonzept einbezogen werden.
Zusätzliche bauphysikalische Maßnahmen können erforderlich sein:
Soll der Keller anschließend beheizt oder als Wohn- beziehungsweise Aufenthaltsraum genutzt werden, können weitere Maßnahmen wie eine Innendämmung erforderlich sein. Diese sollte bauphysikalisch geplant werden. Die WTA weist bei Innendämmungen insbesondere auf die Bedeutung des Feuchteschutzes und entsprechender Nachweise hin.
Kellerabdichtung von innen: Welche Materialien sind geeignet?
Die Wahl des geeigneten Materials hängt nicht allein davon ab, ob eine Kellerwand feucht ist. Entscheidend sind unter anderem Untergrund, Wasserbeanspruchung, Bauteil und geplante Nutzung.
Häufig kommen folgende Materialien beziehungsweise Systeme zum Einsatz:
- Mineralische Dichtschlämmen: für geeignete Wand- und Bodenflächen innerhalb eines abgestimmten Abdichtungssystems.
- Dichtmörtel: zur Untergrundvorbereitung, Egalisierung und Ausbildung bestimmter Details.
- Injektionsstoffe: für geeignete nachträgliche Horizontalsperren oder definierte Fugen- und Rissbereiche.
- Geeignete Putzsysteme: für die abschließende Oberflächengestaltung und abhängig vom Gesamtkonzept.
- Abdichtungsbahnen oder Beschichtungen: sofern sie für den jeweiligen Untergrund und die vorhandene Wasserbeanspruchung geeignet sind.
Entscheidend ist, dass die einzelnen Materialien nicht beliebig miteinander kombiniert werden. Abdichtungssysteme sind auf bestimmte Untergründe, Schichtaufbauten und Anwendungsbereiche abgestimmt.
Die Verarbeitung sollte deshalb entsprechend der technischen Dokumentation des jeweiligen Herstellers und den anerkannten Regeln der Technik erfolgen. Die WTA führt unter anderem Merkblätter zur nachträglichen Abdichtung erdberührter Bauteile, zu mechanischen Horizontalsperren und zu Injektionsverfahren.
Kellerabdichtung von innen richtig planen
Eine erfolgreiche Sanierung beginnt nicht mit dem Auftragen des Abdichtungsmaterials, sondern mit einer sorgfältigen Bestandsaufnahme.
Feuchteursache feststellen
Zunächst muss geklärt werden, woher die Feuchtigkeit kommt und wie sie in den Keller gelangt. Nur so kann ein passendes Abdichtungskonzept erstellt werden.
Wasserbeanspruchung bestimmen
Bodenfeuchte, nicht drückendes Wasser und drückendes Wasser stellen unterschiedliche Anforderungen an die Abdichtung. Die vorhandene Wasserbeanspruchung muss deshalb bei der Planung berücksichtigt werden.
Untergrund untersuchen
Der Untergrund muss ausreichend tragfähig und für den vorgesehenen Systemaufbau geeignet sein. Schadhafter Putz, lose Beschichtungen, Risse, Fugen und Salzbelastungen müssen entsprechend berücksichtigt werden.
Anschlüsse und Details berücksichtigen
Besondere Aufmerksamkeit benötigen Wand-Boden-Anschlüsse, Innen- und Außenecken, Durchdringungen, Fugen und Rissbereiche. Diese Stellen können bei einer ansonsten fachgerecht ausgeführten Abdichtung zu Schwachstellen werden.
Nutzung des Kellers festlegen
Ob der Keller weiterhin als Lagerraum genutzt, zum Hobbyraum ausgebaut oder dauerhaft beheizt werden soll, beeinflusst die Anforderungen an Abdichtung, Oberfläche, Wärmeschutz und Raumklima.
Systemvorgaben einhalten
Schichtdicken, Materialverbrauch, Untergrundbedingungen, Verarbeitungstemperaturen und Trocknungszeiten müssen entsprechend dem gewählten System eingehalten werden.
Kellerabdichtung von innen: Worauf kommt es an?
Neben der eigentlichen Abdichtung gibt es mehrere Punkte, die für die langfristige Funktion entscheidend sind.
Eine sorgfältige Untergrundvorbereitung:
Lose oder nicht tragfähige Schichten können die Haftung des Abdichtungssystems beeinträchtigen. Deshalb muss der Untergrund entsprechend vorbereitet werden.
Eine fachgerechte Detailausbildung:
Die Fläche selbst ist meist nicht das größte Problem. Übergänge, Fugen, Ecken und Durchdringungen erfordern besondere Aufmerksamkeit.
Die richtige Verarbeitung:
Auch ein grundsätzlich geeignetes Abdichtungsmaterial kann seine Funktion nicht erfüllen, wenn es falsch verarbeitet oder in einer ungeeigneten Schichtdicke aufgetragen wird.
Die Berücksichtigung des Raumklimas:
Nach einer Sanierung sollte das Raumklima beobachtet werden. Insbesondere bei beheizten Kellerräumen können Wärmebrücken und Kondensation weiterhin eine Rolle spielen.
Die spätere Nutzung:
Eine Abdichtung allein macht aus einem feuchten Lagerkeller nicht automatisch einen geeigneten Wohnraum. Für eine höherwertige Nutzung können zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein.
Bei umfangreichen Sanierungen empfiehlt sich außerdem eine nachvollziehbare Dokumentation der ausgeführten Arbeiten. Die WTA stellt beispielsweise ein Ausführungsprotokoll für Innenabdichtungen im Zusammenhang mit dem Merkblatt 4-6 bereit.
Hinweis zur Normenlage: Die DIN 18533 wurde 2026 in geänderter Fassung veröffentlicht. Für nachträgliche Abdichtungen im Bestand sind zusätzlich die einschlägigen WTA-Merkblätter zu berücksichtigen. Welche Anforderungen konkret gelten, hängt vom vorhandenen Bauwerk und vom gewählten Abdichtungssystem ab.
Kellerabdichtung von innen: Schritt für Schritt
Die konkrete Ausführung hängt vom jeweiligen Abdichtungssystem und vom vorhandenen Bauwerk ab. Der typische Ablauf lässt sich jedoch in mehrere Schritte gliedern.
1. Schadensbild und Wasserbeanspruchung untersuchen
Zunächst werden Feuchtebereiche, Salzbelastungen, Risse, Fugen und mögliche Wassereintrittsstellen untersucht. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen aufsteigender Feuchtigkeit, seitlichem Wassereintritt, drückendem Wasser und Kondensation.
2. Nutzung und Sanierungsziel festlegen
Vor Beginn der Arbeiten sollte feststehen, wie der Keller künftig genutzt werden soll. Die Anforderungen an einen Lagerraum unterscheiden sich deutlich von denen eines beheizten Hobby- oder Wohnraums.
3. Untergrund vorbereiten
Schadhafter Putz, Tapeten und nicht tragfähige Beschichtungen werden entfernt. Fugen und schadhafte Stellen sind entsprechend dem gewählten System vorzubereiten. Unebenheiten können mit einem geeigneten Mörtel egalisiert werden.

4. Details und Anschlüsse ausbilden
Wand-Boden-Anschlüsse, Fugen und Durchdringungen sind besonders sorgfältig auszuführen. Je nach System können hierfür beispielsweise Dichtmörtel, Hohlkehlen, Fugenabdichtungen oder geeignete Injektionslösungen eingesetzt werden.

5. Abdichtungssystem aufbringen
Je nach Konzept werden beispielsweise Dichtschlämmen oder andere geeignete Abdichtungsstoffe entsprechend dem vorgesehenen Schichtaufbau aufgebracht.
Dabei müssen insbesondere Untergrund, Wasserbeanspruchung, Schichtdicken, Verbrauch, Trocknungszeiten und die Ausbildung der Anschlüsse berücksichtigt werden.

6. Oberfläche und gegebenenfalls Innendämmung
Nach ausreichender Aushärtung können geeignete Putz- und Oberflächensysteme aufgebracht werden.
Soll der Keller anschließend beheizt oder als Wohn- beziehungsweise Aufenthaltsraum genutzt werden, muss eine mögliche Innendämmung separat bauphysikalisch geplant werden.

7. Abschluss und Nutzung
Der Keller sollte erst wieder normal genutzt werden, wenn das Abdichtungssystem vollständig ausgehärtet und die Oberfläche entsprechend freigegeben wurde.
Anschließend empfiehlt es sich, das Raumklima zu beobachten und insbesondere die relative Luftfeuchtigkeit regelmäßig zu kontrollieren.

FAQ zur Kellerabdichtung von innen
Wann ist eine Kellerabdichtung von innen sinnvoll?
Eine Innenabdichtung kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn die Kelleraußenwand nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand freigelegt werden kann. Voraussetzung ist eine vorherige Untersuchung der Feuchteursache und der Wasserbeanspruchung.
Ist eine Kellerabdichtung von innen besser als eine Außenabdichtung?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Wenn die Kelleraußenwand problemlos freigelegt werden kann, ist eine Außenabdichtung häufig der naheliegende Ansatz. Ist die Außenseite dagegen nicht zugänglich oder nur mit sehr großem Aufwand erreichbar, kann eine Innenabdichtung die praktikablere Lösung sein.
Kann man einen Keller selbst von innen abdichten?
Einzelne vorbereitende Arbeiten können grundsätzlich selbst durchgeführt werden. Die eigentliche Abdichtung ist jedoch anspruchsvoll. Feuchteursache, Untergrund, Wasserbeanspruchung, Abdichtungssystem und Details müssen zusammenpassen. Bei komplexen Schäden oder stark durchfeuchteten Kellern ist ein qualifizierter Fachbetrieb empfehlenswert.
Welche Abdichtung hilft bei aufsteigender Feuchtigkeit?
Bei kapillar aufsteigender Feuchtigkeit kann eine nachträgliche Horizontalsperre geeignet sein. Je nach Mauerwerk und Randbedingungen kommen beispielsweise Injektionsverfahren oder mechanische Verfahren infrage.
Was hilft bei seitlich eindringendem Wasser?
Eine Horizontalsperre reicht in diesem Fall normalerweise nicht aus. Je nach Wasserbeanspruchung kann eine geeignete Vertikalabdichtung der Kellerwand erforderlich sein. Bei drückendem Wasser muss das Abdichtungskonzept besonders sorgfältig geplant werden.
Kann man eine Kellerbodenplatte von innen abdichten?
Ja. Eine Bodenflächenabdichtung kann Bestandteil eines Innenabdichtungskonzepts sein. Entscheidend sind der vorhandene Bodenaufbau, die Wasserbeanspruchung und die geplante Nutzung des Kellers.
Wie lange dauert eine Kellerabdichtung von innen?
Die Dauer hängt unter anderem von der Größe des Kellers, dem Schadensbild, dem Zustand des Untergrunds, dem gewählten Abdichtungssystem, den erforderlichen Trocknungszeiten und der Anzahl der zu bearbeitenden Details ab. Eine seriöse Einschätzung ist deshalb erst nach einer Bestandsaufnahme möglich.
Was kostet eine Kellerabdichtung von innen?
Die Kosten hängen von zahlreichen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die Ursache der Feuchtigkeit, die abzudichtende Fläche, der Zustand des Untergrunds, das Abdichtungssystem sowie zusätzliche Arbeiten wie Putzsanierung, Bodenabdichtung oder Innendämmung.
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Kann nach der Innenabdichtung Schimmel entstehen?
Eine fachgerecht geplante Abdichtung soll den Feuchteeintrag in den Innenraum reduzieren. Schimmel kann jedoch weiterhin entstehen, wenn beispielsweise Kondensation, Wärmebrücken, eine zu hohe Luftfeuchtigkeit oder ein ungeeigneter Oberflächenaufbau vorhanden sind.
Bei einer geplanten Innendämmung ist deshalb eine bauphysikalische Betrachtung besonders wichtig.
Ist nach der Kellerabdichtung eine Innendämmung sinnvoll?
Das kann sinnvoll sein, wenn der Keller anschließend beheizt oder hochwertiger genutzt werden soll. Eine Innendämmung verändert jedoch den Wärme- und Feuchtehaushalt der Konstruktion und sollte deshalb nicht automatisch als nächster Arbeitsschritt ausgeführt werden.
Die WTA weist bei Innendämmungen auf die Bedeutung einer sorgfältigen feuchtetechnischen Planung und gegebenenfalls entsprechender Nachweise hin.




