Kellersanierung Kostenrechner: Preise pro m² – innen & außen

Eine Kellersanierung kostet je nach Zustand, Fläche und Maßnahme meist etwa 200–500 €/m².

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie sich die Kosten für die Kellersanierung pro Quadratmeter zusammensetzen und welche Preisunterschiede es zwischen innerer und äußerer Abdichtung gibt.

Nutzen Sie unseren Kellersanierung-Kostenrechner, um Ihre individuellen Sanierungskosten pro m² schnell und unverbindlich zu ermitteln.

Keller-Innenabdichtung

Hinweis: Es handelt sich hierbei um einen Richtwert und um keinen konkreten Endpreis. Dies kann lediglich der Sachverständige vor Ort beurteilen und einen finalen Festpreis angeben.

Kellersanierung Kostenrechner

Was kostet eine Kellersanierung?

Keller von innen abdichten

Die Kosten für eine Kellersanierung von innen können je nach Umfang der Sanierung, den verwendeten Materialien und den regionalen Preisen für Fachhandwerker stark variieren.

Keller von außen abdichten

Die Kosten für eine Kellersanierung von außen variieren stark und hängen von mehreren Faktoren ab. Ein genauer Kostenvoranschlag kann nur nach einer individuellen Begutachtung durch einen Fachmann erstellt werden.

Als grobe Orientierung:

Abdichtung einer Wandfläche: 400–800 € pro Quadratmeter

Keller dämmen

Je nach Aufbau und Nutzung des Kellers kommen unterschiedliche Dämmmaßnahmen infrage:

  • Dämmung der Kellerwände
  • Perimeterdämmung
  • Dämmung des Kellerbodens

Welche Kosten bei einer Kellerdeckendämmung entstehen können, erklären wir ausführlich im Artikel Kellerdecke dämmen Kosten.

Horizontalsperre nachträglich einbauen

Diese Maßnahme wird vor allem bei aufsteigender Feuchtigkeit relevant. Die Kosten hängen vom Verfahren ab, etwa:

  • Injektion
  • Mauersägeverfahren
  • Ramm-Riffelblechverfahren

Die Kosten einer Horizontalsperre finden Sie in diesem ausführlichen Ratgeber.

Beispielrechnung für eine Kellerabdichtung von innen

Ausgangslage:

  • Kellerfläche: 50 m²
  • zu sanierende Wandfläche innen: 60 m²
  • Wandumfang: 28 lfm, Raumhöhe 2,2 m
  • aufsteigende Feuchtigkeit, keine funktionsfähige Horizontalsperre
  • Salzausblühungen und abplatzender Putz an mehreren Wänden
  • kein drückendes Wasser, Ausschachten von außen nicht möglich
MaßnahmeBeispielkosten
Altputz abschlagen, Fugen auskratzen60 m² × 42 € = 2.520 €
Nachträgliche Horizontalsperre (Injektionsverfahren)28 lfm × 275 € = 7.700 €
Vertikale Innenabdichtung (Dichtschlämme/Sperrputz)60 m² × 90 € = 5.400 €
Hohlkehle im Übergang Wand/Boden28 lfm × 55 € = 1.540 €
Sanierputz, zweilagig nach WTA60 m² × 72 € = 4.320 €
Risssanierung und Detailarbeitenca. 1.400 €
Container, Entsorgung, Baustelleneinrichtungca. 1.500 €
Feuchtemessung, Gutachten, Planungca. 1.800 €
Gesamtkosten nettoca. 26.180 €
Gesamtkosten brutto (19 % MwSt.)ca. 31.154 €

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten einer Kellersanierung?

Größe des Kellers

Je größer die Kellerfläche und je mehr Außenwand betroffen ist, desto höher fallen Material- und Arbeitskosten aus.

Ursache der Feuchtigkeit

  • seitlich eindringende Feuchtigkeit
  • aufsteigende Feuchtigkeit
  • drückendes Wasser
  • undichte Bodenplatte
  • Kondenswasser
  • Rohrbruch oder Wasserschaden
  • Schimmelbefall

Art der Abdichtung

  • Schwarze Wanne: Günstigste Variante, aber weniger langlebig als andere Methoden.
  • Weiße Wanne: Sehr dicht, aber aufwendig und teuer.
  • Braune Wanne: Kombination aus beidem, mittlere Preisklasse.
  • K-Wanne: Flexibel und langlebig, aber auch teuer.
  • Flüssigkunststoffe: Umweltfreundlich und flexibel, Kosten variieren je nach Hersteller.

Zustand des Mauerwerks

  • Schäden: Bestehende Risse oder Löcher müssen vor der Abdichtung repariert werden. Evtl. sind Ausgleichsputze erforderlich.

Bodenbeschaffenheit

  • Hohes Grundwasser: Erfordert zusätzliche Maßnahmen wie Drainagen.

Zugänglichkeit der Kellerwände

  • Enge Baustellen: Erhöhen den Arbeitsaufwand und damit die Kosten.
  • Zusätzliche Rückbauten: Erhöhen die Kosten teils dramatisch.

Kellersanierung oder Kellerabdichtung – wo liegt der Unterschied?

Kellerabdichtung
Zielt nur auf eines: Wasser und Feuchtigkeit draußen halten. Typische Verfahren:

  • Außenabdichtung (aufgraben, Bitumendickbeschichtung/Schweißbahn, ggf. Drainage) – die dauerhafteste, aber teuerste Variante
  • Innenabdichtung (Sperrputz, mineralische Dichtschlämme, Injektionsverfahren) – wenn Aufgraben nicht geht
  • Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte (Injektion oder Mauersägeverfahren)

Kellersanierung
Oberbegriff für die komplette Instandsetzung. Abdichtung ist dabei meist Schritt 2 – vorher steht die Ursachenanalyse (Grundwasser? Hangwasser? Kondensat? defekte Leitung?), danach kommt alles, was die Feuchte angerichtet hat:

  • Schimmelentfernung und fachgerechte Desinfektion
  • Bautrocknung
  • Abschlagen von versalztem Putz, Sanierputz aufbringen
  • ggf. neuer Estrich, Elektrik, Lüftungskonzept
  • optional Ausbau zu Wohn- oder Nutzraum

Welche Verfahren gibt es bei der Kellersanierung?


Unser Tipp:

Nutzen Sie den Rechner, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
Für ein verbindliches Angebot zur Kellersanierung vereinbaren Sie bitte einen Termin mit einem unserer Fachberater.

Jetzt anrufen 06281 5644 977


Wie läuft eine Kellersanierung ab?

Kellersanierung in 4 Schritten

Eine fachgerechte Kellersanierung folgt in der Regel einem klaren Ablauf. Entscheidend ist, zunächst die Ursache des Schadens zu erkennen und nicht nur die sichtbaren Folgen zu behandeln.

1. Schaden und Ursache feststellen
Zunächst wird geprüft, woher die Feuchtigkeit oder andere Schäden stammen. Dabei können beispielsweise eindringendes Wasser, aufsteigende Feuchtigkeit, Risse oder eine unzureichende Abdichtung die Ursache sein.

2. Keller trocknen und Ursache beseitigen
Feuchte Bereiche müssen gegebenenfalls getrocknet werden. Gleichzeitig wird die Ursache der Durchfeuchtung behoben, beispielsweise durch eine geeignete Abdichtung oder eine andere Sanierungsmaßnahme.

3. Keller abdichten und sanieren
Je nach Schadensbild kommen unterschiedliche Verfahren infrage. Dazu gehören unter anderem eine Außen- oder Innenabdichtung, eine Horizontalsperre, Rissverpressung oder spezielle Sanierputzsysteme.

4. Oberflächen wiederherstellen
Nach der Sanierung können beschädigte Putzflächen, Böden oder andere Oberflächen wiederhergestellt werden. Bei einer energetischen Sanierung können zusätzlich Dämmmaßnahmen sinnvoll sein.

Der genaue Ablauf hängt vom Zustand des Gebäudes, der Ursache der Schäden und den örtlichen Gegebenheiten ab. Eine individuelle Schadensanalyse ist daher die Grundlage für die Auswahl der geeigneten Sanierungsmaßnahmen.

Wann ist eine Kellersanierung notwendig?

Typische Anzeichen:

  • muffiger Geruch
  • feuchte oder nasse Wände
  • abblätternde Farbe
  • Salzausblühungen
  • Schimmel
  • Risse im Mauerwerk
  • kalte Kellerwände
  • Wasser nach Starkregen
  • beschädigter Putz
  • modrige oder feuchte Lagergegenstände

Wichtig: Schimmel nicht einfach überstreichen. Zuerst muss die Feuchteursache gefunden und beseitigt werden.

Wie kann man bei der Kellersanierung Kosten sparen?

  • Ursache vor Beginn fachgerecht prüfen lassen.
  • Mehrere detaillierte Angebote einholen.
  • Nicht nur den günstigsten Gesamtpreis vergleichen.
  • Außenanlagen und Zugänge frühzeitig freimachen.
  • Eigenleistung nur bei einfachen Vorarbeiten einplanen.
  • Abdichtung nicht ausschließlich nach dem Preis auswählen.
  • Sanierung und späteren Ausbau getrennt kalkulieren.
  • Fördermöglichkeiten vor Auftragserteilung prüfen.

Der zentrale Hinweis lautet: Eine scheinbar günstige Innenlösung kann teuer werden, wenn die Ursache nicht dauerhaft beseitigt wird.

Gibt es Förderung für eine Kellersanierung?

Ob eine Förderung möglich ist, hängt von der konkreten Maßnahme, dem Gebäude und dem jeweiligen Förderprogramm ab. Informieren Sie sich vor der Beauftragung bei einer Energieberatung oder der zuständigen Förderstelle. Förderanträge müssen häufig vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.

Mehr dazu im Abschnitt Kellersanierung Förderung.

FAQ – Kellersanierung Kosten

Was ist eine Kellersanierung?

Eine Kellersanierung umfasst verschiedene Maßnahmen, mit denen Feuchtigkeitsschäden, Undichtigkeiten, Risse oder andere Schäden an Kellerwänden, Boden und Bauteilen behoben werden. Welche Sanierung notwendig ist, hängt von der Ursache und dem Zustand des Kellers ab.

Was kostet eine komplette Kellersanierung?

Die Kosten einer Kellersanierung hängen vom Schadensumfang und der gewählten Abdichtungsmethode ab. Entscheidend sind Ursache der Feuchtigkeit, betroffene Fläche und Zugänglichkeit der Kellerwände.

Die Gesamtkosten für eine typische Kellersanierung im Einfamilienhaus meist zwischen 20.000 und 50.000 Euro, abhängig von Umfang, Kellergröße und gewählter Methode (Innen- oder Außenabdichtung, Trockenlegung etc.).

Was kostet eine Kellersanierung bei Feuchtigkeit?

Die Kosten bei Feuchtigkeitsschäden variieren je nach Ursache:

  • Aufsteigende Feuchtigkeit: 210–350 € pro m
  • Seitlich eindringende Feuchte: 400–800 € pro m² (Außenabdichtung)
  • Innenabdichtung als Alternative: 450–600 € pro m²

Je früher saniert wird, desto geringer bleiben Folgeschäden wie Schimmel oder Putzabplatzungen sowie Folgekosten für technische Trocknungen.

Was kostet eine Kellersanierung im Altbau?

Bei einem Altbau sind die Kosten oft höher, da:

  • alte Abdichtungen beschädigt sind oder gänzlich fehlen
  • Naturstein- oder Mischmauerwerk besondere Verfahren erfordert
  • eine Horizontalsperre meist fehlt und somit verbaut werden muss
  • zusätzliche Drainagearbeiten nötig sein können

Rechnen Sie mit 500–900 € pro m², abhängig vom Zustand und der gewählten Sanierungsmethode.

Was kostet eine Kellersanierung nach Wasserschaden?

Nach einem Wasserschaden (z. B. durch Starkregen oder Rohrbruch) entstehen Kosten für:

  • Trocknung: 500–2.500 €
  • Pilzsanierung: 1.000–5.000 €
  • Abdichtung/Risssanierung: ab 250 € pro Meter
  • Komplettsanierung: im fünfstelligen Bereich beginnend

Die tatsächlichen Kosten hängen vom Ausmaß des Schadens und der Durchfeuchtung ab.

Was kostet eine Kellerabdichtung von innen per Injektion?

Die Injektionsmethode (z. B. bei Rissen) kostet:

  • Rissinjektion: 250–600 € pro laufendem Meter
  • Injektion gegen aufsteigende Feuchtigkeit: 200–350 € pro m

Diese Methode ist günstiger als eine Außenabdichtung, eignet sich jedoch nicht für jeden Schadensfall.

Was kosten nachträgliche Kellerabdichtungen?

Nachträgliche Abdichtungen sind oft notwendig bei Altbauten ohne funktionierende Sperrschicht.

  • Nachträgliche Feuchtigkeitssperre im Mauerwerk: 200–350 € pro lfm
  • Vertikalabdichtung außen: 400–800 € pro m²

Was kostet eine Vertikalabdichtung am Keller?

Die Vertikalabdichtung schützt die Kelleraußenwände gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit.

  • Freilegen der Kellerwand: 40–70 € pro m²
  • Abdichtung + Schutzschicht: 400–550 € pro m²
  • Gesamt: 440–620 € pro m²

Wichtig zu wissen: 

Bei stark durchfeuchtetem Mauerwerk ist eine Innenabdichtung zunächst günstiger, weil Aushub und Erdarbeiten entfallen. Sie hält die Feuchtigkeit jedoch im Bauteil. Ob sie langfristig die wirtschaftlichere Lösung ist, hängt von Ursache, Wasserbelastung und geplanter Nutzung ab.

Bei einer Sanierung von außen entstehen, neben den Kosten für die Ausschachtung, auch zusätzliche Kosten für die anschließenden Maßnahmen der Trocknung, des Entfernens des Schimmelpilzes und des Neuverputzens.

Was kostet eine Kellersanierung pro Quadratmeter?

Eine pauschale Angabe pro Quadratmeter ist nur eingeschränkt sinnvoll. Je nach Maßnahme können grob folgende Bereiche vorkommen:

  • Innenabdichtung: etwa 450–600 €/m²
  • Außenabdichtung mit Erdarbeiten: etwa 400–800 €/m²
  • umfassende Sanierung: häufig mehrere hundert Euro pro m² Keller- oder Wandfläche

Über diesen Kostenrechner

Die fachliche Datenbasis und Preislogik basiert auf der Expertise von Bernhard Widmann (Getifix-wb). Die technische Entwicklung und datenschutzkonforme Programmierung erfolgte durch die Agentur one22.